Pergola-Fundament in der Schweiz: Stabil, frostfrei und unsichtbar unter Gartenplatten
Eine Pergola ist das Highlight jedes Gartens – egal ob am Zürichsee, im Berner Oberland oder im Rheintal. Doch die grösste Herausforderung für Gärtner ist nicht der Aufbau des Holz- oder Alugestells, sondern die Verankerung. Wer möchte schon hässliche Betonklötze im Sichtbereich haben?
In diesem Guide erfährst du, wie du ein unsichtbares Profi-Fundament erstellst, indem du die Gartenplatten direkt auf das Fundament klebst und die Pergola sicher mit Gewindestangen verankerst.
1. Warum 60 cm Tiefe in der Schweiz Pflicht sind
Viele Heimwerker scheuen den Aufwand und fragen: „Reichen nicht auch 40 cm?“ Die klare Antwort für Schweizer Bodenverhältnisse: Nein.
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Die Frostgrenze: In der Schweiz muss ein Fundament in den frostfreien Bereich ragen (meist 60 cm, in höheren Lagen bis zu 80 cm). Wasser unter dem Fundament gefriert im Winter, dehnt sich aus und drückt den Beton nach oben.
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Die Folge: Deine teuren Gartenplatten reissen, und die Pergola gerät in Schieflage.
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Die Lösung: Nutze einen Erdbohrer (kann man in fast jedem Bau-Leihservice mieten). Damit sind die Löcher für die Punktfundamente in wenigen Minuten präzise gebohrt.
2. Die „Invisible“-Methode: Platten direkt auf das Fundament kleben
Damit die Pergola-Füsse perfekt sitzen und das Zubehör exakt passt, empfiehlt sich die Montage durch die Platte hindurch. Der Clou: Man klebt die Platte direkt auf den Beton.
Warum kleben?
Wenn die Platte nur lose im Splitt liegt, entsteht beim Bohren ein instabiler Hohlraum. Durch das Verkleben wird die Platte Teil des Fundaments. Das sorgt für:
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Maximale Stabilität gegen Windlast (Bise).
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Kein „Absacken“ der Platten unter dem Gewicht der Pergola.
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Saubere Optik ohne sichtbare Betonfundamente.
3. Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt 1: Das Punktfundament giessen
Hebe die Löcher an den Pfostenpositionen aus (60 cm tief). Fülle sie mit Beton auf, aber stoppe ca. 5–6 cm unter der Oberkante deiner restlichen Terrassenfläche (Plattendicke + Kleberschicht einrechnen!). Lass den Beton mindestens 48 Stunden aushärten.
Schritt 2: Die Platte fachgerecht verkleben
Reinige die Betonoberfläche. Nutze einen hochwertigen, frostbeständigen Flex- oder Mittelbettmörtel.
Schritt 3: Präzisionsbohrung durch Keramik oder Stein
Sobald der Kleber fest ist, positionierst du die Pergola-Füsse als Schablone.
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Bei Feinsteinzeug: Verwende unbedingt einen Diamant-Bohrer. Bohre mit hoher Drehzahl, aber ohne Schlag, und kühle den Bohrer mit etwas Wasser.
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Im Beton: Sobald du die Platte durchquert hast, wechselst du auf einen Hammerbohrer für das tiefe Loch im Betonfundament.
Schritt 4: Chemische Verankerung (Injektionsmörtel)
Säubere das Bohrloch gründlich von Staub. Fülle es mit 2-Komponenten-Injektionsmörtel (z. B. von Fischer oder Hilti) und drehe die Edelstahl-Gewindestangen hinein. Nach der Aushärtung kannst du die Pergola-Füsse bombenfest verschrauben.
4. Rechtliches in der Schweiz
Bevor du startest: In vielen Schweizer Gemeinden ist eine Pergola ab einer gewissen Grösse bewilligungspflichtig. Prüfe zudem die kantonalen Grenzabstände zum Nachbargrundstück. Ein kurzer Blick in das lokale Baureglement spart teuren Rückbau.
Fazit: Schweizer Präzision zahlt sich aus
Ein Pergola-Fundament, das 60 cm tief sitzt und bei dem die Platten direkt verklebt wurden, ist die Königsklasse im Gartenbau. Es sieht nicht nur aus wie vom Profi, sondern hält auch den stärksten Schweizer Stürmen stand.





